Abteibier

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Bierstile die aus Tradition im Kloster gebraut werden

Bereits seit sehr langer Zeit werden in Klöstern Biere - Abteibier - von Menschen gebraut. Dies hat vor allem zweierlei Gründe. Zum einen haben die Mönche im Mittelalter nach einer Möglichkeit gesucht Einnahmen für das Kloster generieren zu können um damit die anfallenden Kosten zu bezahlen. Zum anderen war gerade im Mittelalter das Trinkwasser häufig mit Krankheitserregern belastet und so war es weniger gefährlich gebraute Biere aus den Klöstern zu trinken als das belastete Wasser. Auch heute noch wird das Abteibier, mitunter das beste Bier der Welt, in Klöstern gebraut um die Erhaltung des Klosters zu finanzieren.

Kleine Bierkunde der Abteibiere – Dubbel was? Die typischen Stile der belgischen Klosterbrauereien?

Für Verwirrung sorgen oft die Bezeichnungen auf den Etiketten belgischer Klosterbiere. Die Namen sind dabei recht einfach erklärt. Dabei sollte man bedenken, dass es sich um Bierstile handelt, die jede Brauerei, auch außerhalb Belgiens, brauen kann. Sie sind also nicht ausschließelich auf Klöster beschränkt.

Enkel/Single

Außerhalb der Klöster fast unbekannt, wurden diese obergärigen Blonden meist von den Mönchen selbst konsumiert. In jüngerer Vergangenheit taucht der Bierstil jedoch mehr und mehr aus der Versenkung auf. Sowohl St. Bernardus als auch Chimay haben ihre „Enkel“ unter den Namen „Extra 4“ bzw. „Dorée“ auf den freien Markt gebracht. Die „Single“ sind die Basis für weitere Biere, denn „Dubbel“ und „Tripel“ beziehen sich auf die verwendete Malzmenge im Verhältnis zum „Enkel“.

Blond/Blonde

Ein helles, mild bis moderat gehopftes Trinkbier, das allerdings nach hiesigen Standards meist schon als Starkbier gelten würde. Zu Deutsch: obergäriger, heller Bock

Wit und Blanche

Belgisches Weizenbier. Im Vergleich zum deutschen Weißbier und Hefeweizen meist leichter und zitraler, was gern durch die Zugabe von Orangenschalen und Koriander beim Brauen unterstützt wird.

Dubbel

Stark, mit brauner Farbgebung zwischen Bernstein und Brotkruste. Verbindet röstig-getreidehafte Aromen mit dunkler Kandissüße und reifer Fruchtigkeit. Zu Deutsch: obergäriger, dunkler Doppelbock

Tripel

Stark, mit heller Farbgegbung zwischen Gold und Honig. Hier finden sich orangenartige Fruchtnoten mit hellem Kandiszucker und milder Honigsüße, dazu eine sehr lebhafte Rezenz. Zu Deutsch: obergäriger, heller Dreifachbock

Quadrupel

Dieser Stil wird von den Klöstern sehr individuell ausgelegt und schwankt zwischen Bernstein und nächtlicher Schwärze. Allgemein sehr stark und ausbaufähig – Quadrupel werden von Sammlern gern wie Wein im Keller über Jahre ausgebaut. Dank Flaschengärung hält sich auch Kohlensäure über lange Zeit im Bier.

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